Neue und alte Brauerzeugnisse auf der BioFach 2015 – Pinkus Müller, Brauerei Heller, Brauhaus Gusswerk, Brauerei Härle, Lammsbräu, Zoiglbauer

Ja, bewusst hab ich Brauerzeugnisse geschrieben, denn los geht’s gleich mit einem ohne Alkohol, nämlich der allseits bekannten Bionade aus Ostheim vor der Rhön, ehemals in Besitz der Brauerei Peter.

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Wie jedes Jahr, gibt’s auch diese Jahr wieder eine neue Sorte, ob sie beibehalten wird, soll sich zeigen. Doch dieses Jahr muss ich sagen, hat die neue Mischung durchaus Potenzial zum Dauerbrenner: Eine fermentierte Zitronenlimo ist zwar nix wirklich Neues oder Spannendes, aber diese hier schmeckt durch die dezente Süße und einen Hauch Bergamotte sehr elegant, absolut trinkig und macht im Sommer bestimmt richtig Spaß.

Jetzt kommen aber die Biere:

Los gings bei der Brauerei Pinkus Müller aus Münster, die mit ihren individuellen Bieren nicht immer den Geschmack der Bayern trifft. Immer frisch und knackig, immer mit einer feinen, frischen Säure. Neues gab es nicht, da hab ich mal den Klassiker, das helle Altbier probiert. Sehr schön, mit den oben genannten Attributen, frischem Hopfen und feiner Fruchtigkeit. Hier bei uns in der Region findet man die Biere auch, und zwar im Bio-Supermarkt BASIC.

IMG_5234 Nach dem Alt aus Münster hab ich ein weiteres Altbier probiert, nein, nicht aus DüDo, sondern aus: Ja! Köln! Von der Brauerei Heller. Und dort kommt es auch noch sehr gut an, die richtige Farbe hat es auch noch. Es schmeckt schon klassischer, düsseldorfiger, mit deutlichem Hopfen und noch deutlicheren Röstnoten, die ganz lang am Gaumen bleiben. Aber auch der Klassiker, das Kölsch schmeckt absolut hervorragend und ist in keinster Weise mit den großen Nummern aus Köln vergleichbar. Glück gehabt: Gibt’s auch bei BASIC.

IMG_5235 Als Nächstes gings über die Grenze in die Nähe von Salzburg. Dort sitzt das Brauhaus Gusswerk mit ihrem Bio-Vollsortiment. Klassiker aber auch Kraft-Biere finden sich hier, wie zum Beispiel das ‚Horny Betty’ mit dreifacher Maische und doppelter Gärung (ober- und untergärig?) bringt es 9% Vol. ins Glas und intensive, fruchtig-zitrusartige Noten in die Nase. Ebenso individuell ist die ‚Black Betty’, ein Dunkles, das aufgrund des fehlenden Reinheitsgebots in Österreich mit Zusatz von Kräutern (Wermut, Gundelrebe, Girsch und Mädesüß) eingebraut wird. Ganz tolle ätherische und fruchtige Noten machen das Bier zu einem echten Individualisten, super sauber. Saisonal gab’s auch noch die Schwarze Kuh, ein Imperial Stout, das mich allerdings aufgrund seiner sehr zurückhaltenden Aromatik nur bedingt beeindruckt hat. Auf jeden Fall ist der Laden für jeden, der mal in der Ecke ist, einen Besuch wert, denn die Vielfalt, die hier geboten wird, ist wirklich spannend.

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Einen kurzen Besuch hab ich Herrn Härle von gleichnamiger Brauerei in Leutkirch abgestattet und sein Bio-Bier Fidelio probiert. Ein sehr angenehm mildes, fein gehopftes, naturtrübes Helles. Sehr trinkig und elegant. Gibt’s allerdings nur im Allgäu… Außerdem ist die Brauerei auch für ihre sehr leckeren Bio-Limonaden namens Seezüngle bekannt, die nur mit natürlichen Zutaten und Früchten, bevorzugt vom Bodensee hergestellt werden.

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Dann hab ich natürlich beim ‚Global Player’ auf dem Bio-Biermarkt vorbeigeschaut, beim Neumarkter Lammsbräu. Auch hier gibt’s was Neues, nämlich ein Kellerbier. Ok, Kellerbier, kennt man ja schon. Neu? Beim Reinriechen positiv beeindruckt, kam mir eine große Menge fruchtiger Vielfalt in die Nase. Obergärig? Ja, bestätigt mir Braumeister Herr Kühnlein, denn man wollte halt doch was anderes machen als andere. Gelungen!

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Dann bin ich auf dem Nachhauseweg noch über einen Stand gestolpert, dessen Bier ich nur als Marke einer Zoiglstube kannte. Der sogenannte Zoiglbauer in Mitterteich ist eine Zoiglstube, braut natürlich sein eigenes Bier für den Ausschank vor Ort und hat eine größere Brauerei in Mitterteich (?) gefunden, die ihm nun sein Bier in Flaschen füllt. Und dies nun auch in Bio-Qualität. Schmeckt typisch, ist leicht dunkel, eher bernsteinfarben und natürlich naturtrüb. Deutlicher Hopfen und feine Karamellnoten lassen natürlich Anklänge an die Zoiglbiere aufkommen, doch schmeckt es aus der Flasche weit nicht so individuell wie direkt vor Ort in einem Zoiglausschank. Kommt aus dem Kommunbrauhaus in Mitterteich.

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So, das war’s schon mit meinen Eindrücken, der eine oder andere Brauer war auch noch vor Ort, Klassiker, aber ohne wirklich Neues zu bieten. Und außerdem wollte ich ja auch noch ein paar andere Sachen anschauen. Gefunden hab ich dabei zum Beispiel Demeter Hunde- und Katzenfutter… nur, falls es jemanden interessiert…

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